Rwandan Daughters

Rwandan Daughters

Fast eine Million Menschen fielen dem Völkermord in Ruanda 1994 zum Opfer, etwa 250.000 Frauen wurden vergewaltigt. Heute leben Täter und Opfer oft Tür an Tür. Und während Frauen in der ruandischen Gesellschaft in den vergangenen 25 Jahren an Einfluss gewonnen haben, leben die Opfer der Vergewaltigungen und ihre Kinder weiterhin oft ausgegrenzt mit dem Stigma der Witwen und Waisen. Gerade die Töchter der Vergewaltigungsopfer sind es heute, die ihre traumatisierten Mütter auffangen und gegen das Stigma ankämpfen. Mit beispiellosem Mut und grenzenloser Zuversicht in einer von schweren Traumata geprägten und autoritär regierten Gesellschaft.

Rwandan Daughters ist ein Zeugnis der Kraft dieser Frauen. In ausdrucksstarken Bildern hat der Fotograf Olaf Heine zwischen 2016 – 2018 auf seinen Reisen nach Ruanda Mütter und Töchter portraitiert – Seite an Seite am Ort des Geschehens. Neben den über 70 Bildern enthält der Fotoband, der Ende März im Hatje Cantz Kunstbuchverlag erscheint, verschiedene Essays und kurze Wortmeldungen der portraitierten Frauen, in denen sie ihren Umgang mit den eigenen Erlebnissen schildern. Rwandan Daughters ist der Zukunft der Kinder dieser Mütter gewidmet und wirbt für die Unterstützung dieser.

credits

nhb: colourgrading (Julien von Schultzendorff)

kontakt:
Tobias Horvath